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Was bedeutet Frieden für junge Menschen heute?

Was bedeutet Frieden für junge Menschen heute?

Wenn wir junge Menschen nach Frieden fragen, erwarten wir oft einfache Antworten. Doch in den MyPeace-Workshops in ganz Europa haben wir etwas anderes erlebt:Frieden ist zutiefst persönlich –
und gleichzeitig etwas, das uns verbindet.

Zuhören als Ausgangspunkt

Im MyPeace-Projekt kamen junge Menschen aus Deutschland, Bosnien und Herzegowina, der Ukraine, Irland, Dänemark und Frankreich zusammen. In Music Sessions, Workshops und Gesprächen stand eine zentrale Frage im Raum: Was bedeutet Frieden für dich? Die Antworten waren nie abstrakt. Sie entstanden aus echten Erfahrungen, Emotionen und Lebensrealitäten.

Stimmen aus den Workshops

Einige beschrieben Frieden als etwas Inneres: "Für mich ist Frieden, wenn ich zur Ruhe komme und bei mir bin.“ Andere sahen ihn im Miteinander: "Frieden ist, wenn es keinen Streit in meiner Familie oder mit meinen Freund:innen gibt.“ Und für manche hatte Frieden eine existenzielle Bedeutung: "Frieden bedeutet, einen Ort zu haben, an dem ich mich sicher fühle.“ Gerade Menschen mit Flucht- oder Unsicherheitserfahrungen haben uns gezeigt: Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.

Unterschiedliche Länder – unterschiedliche Perspektiven

Obwohl alle über „Frieden“ gesprochen haben, meinten sie oft ganz unterschiedliche Dinge:

  • innere Ruhe und mentale Balance
  • Zugehörigkeit und Beziehungen
  • Sicherheit und Stabilität

Diese Unterschiede waren kein Hindernis – sondern eine Chance für echtes Verständnis.

Warum Musik einen Unterschied macht

Über Frieden zu sprechen ist das eine. Ihn zu erleben etwas ganz anderes. Hier spielte Musik – und gemeinsames Erleben – eine zentrale Rolle. In Songwriting-Sessions, Improvisationen, Percussion-Workshops und gemeinsamen Performances konnten Gedanken und Gefühle ausgedrückt werden, für die es oft keine Worte gab.

Gleichzeitig wurde das Lernen durch weitere Erfahrungen vertieft:

  • Gruppendiskussionen ermöglichten Austausch und Reflexion
  • Museumsbesuche in Bordeaux, insbesondere zur Geschichte der Sklaverei, eröffneten neue Perspektiven auf Ungerechtigkeit und Verantwortung
  • Konzertbesuche machten Musik als gemeinsames emotionales Erlebnis erfahrbar

So wurde Frieden nicht nur gedacht – sondern erlebt. Musik schuf einen Raum, in dem:

  • Gefühle ohne Erklärung geteilt werden konnten
  • unterschiedliche Perspektiven nebeneinander bestehen durften
  • Zuhören wichtiger wurde als Sprechen

Und dabei wurde deutlich: Auch wenn Frieden unterschiedlich definiert wird – das Gefühl von Verbindung ist universell. Vom Erleben zum Lernen Friedensbildung bedeutet nicht, Antworten zu geben. Sondern Räume zu schaffen, in denen Erfahrungen möglich sind.

Durch Musik lernen junge Menschen:

  • sich selbst zu reflektieren
  • andere Perspektiven zu verstehen
  • sich kreativ auszudrücken
  • respektvoll miteinander umzugehen

Sie lernen nicht nur über Frieden – sie praktizieren ihn. Eine Frage, die bleibt Es gibt keine eine Definition von Frieden. Aber es gibt die Fähigkeit, ihn gemeinsam zu gestalten.

👉 Was bedeutet Frieden für dich?

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